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Bericht des Vorstands zum gegl├╝ckten operativen Turnaround, der baldigen Beendigung der Restrukturierungsphase und zur Zukunft des Alexanderwerk Konzerns

Remscheid, den 24.08.2010 ÔÇô F├╝r J├╝rgen Kullmann, Alleinvorstand der Alexanderwerk AG, ist die Restrukturierungsphase des Remscheider Spezialisten f├╝r die Entwicklung und Fertigung von Sondermaschinen so gut wie abgeschlossen. Die restlichen Ma├čnahmen zur Neupositionierung des Konzerns k├Ânnen dank einer gelungenen Zwischenfinanzierung nun bis zur geplanten Hauptversammlung (04.11.2010) aufbereitet werden.

Gelungener Turnaround bei den Ertr├Ągen┬á
Operativ gesehen befindet sich das Unternehmen offensichtlich bereits in einer Phase organischen Wachstums. Die Situation auf der Auftragsseite ist, auch wegen der massiven Verst├Ąrkung im Vertrieb und dem Abschluss etlicher neuer Handelsvertreter-Vertr├Ąge, sehr erfolgreich und gut ├╝ber Plan. Die Umsetzung der neuen Matrixorganisation in Remscheid ist weit fortgeschritten und zeigt weitere Erfolge.

F├╝r den Hauptverlustbringer, die 100%ige Tochter der AlexanderSolia Vertriebs GmbH, die FoodTec GmbH in Freiberg/N., wurde Insolvenz angemeldet. Monatliche “Zuwendungen” von knapp EUR 100.000,- in den letzten 12 Monaten haben damit ein Ende. Mit dem Insolvenzverwalter wird der Umbau in ein kleineres Montageunternehmen vorangetrieben. Dies wird bis zum Jahresende realisiert sein. Dann wird die FoodTec GmbH ggf. wieder ├╝bernommen, aber keine Verluste mehr produzieren.

Die AlexanderSolia Vertriebs GmbH ├╝bernimmt jetzt das eigene Ersatzteilgesch├Ąft und organisiert die Beschaffung selbst├Ąndig. Umbau und Abschluss dieser Ma├čnahmen erfolgen bis zum 31.12.2010. Zudem wird an einem internationalen Joint Venture mit Partnern aus den Niederlanden gearbeitet, um die Marktposition der Gesellschaft kr├Ąftig zu verst├Ąrken. Auch hier sind neue Mitarbeiter im Vertrieb und Marketing an Bord.

Wachstumsfinanzierung kurz vor dem Abschluss 
Der operative Turnaround und die strukturellen Ma├čnahmen haben auch positive Auswirkungen auf die Durchfinanzierung des Konzerns. Die Landesb├╝rgschaftsfinanzierung wird nicht weiterverfolgt, weil deren Kriterien und Hindernisse nicht im Verh├Ąltnis zum jetzt wesentlich geringeren Kapitalbedarf stehen. Die Umwandlung der jetzigen Finanzierung der drei Banken (Stadtsparkasse, National-Bank, LBBW) in langfristige Darlehen bis Oktober 2010 (Zieltermin) ist aktuell Gegenstand von Gespr├Ąchen und wird in den kommenden Wochen vorangetrieben. Ebenso werden weitere Kapitalbeschaffungsma├čnahmen
sorgf├Ąltig gepr├╝ft. Die jetzige Zwischenfinanzierung wurde getragen und durch B├╝rgschaften abgesichert vom Vorstand, dem Aufsichtsratsvorsitzenden und einem “Altaktion├Ąr”.

Belegschaft spürt erste Erfolge der Neuausrichtung 
Die Kooperation mit der Belegschaft und die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat / der IG Metall haben sich wieder normalisiert, seit wir aus eigenen Mitteln knapp 1,2 Mio. EUR Wertberichtigungen und f├╝r Abfindungen etc. ausgezahlt haben. F├╝r die Mitarbeiter tritt der Vorsitzende des Betriebsrates, Herr Uwe Stacklies, ab der n├Ąchsten Hauptversammlung, bis zur Neuwahl in 2011, in den Aufsichtsrat ein. Die Gr├╝ndung der AlexanderwerkService GmbH zeigt bereits Erfolge. Die Motivation ist hoch. Intern wurden neue R├Ąumlichkeiten bezogen und die Mannschaft findet sich als kundenorientierte Organisation wieder. Der Umsatz entwickelt sich ├╝berproportional gut.

Ad-hoc-Mitteilung zu ┬ž 92 I AktG┬á
Wie heute ad-hoc gemeldet, ist das Eigenkapital der Gesellschaft vor├╝bergehend aufgebraucht. Der Vorstand betont jedoch, dass dies auch eine Folge der restrukturierungsindizierten Abschreibungen ist. Dazu J├╝rgen Kullmann: “Ich m├Âchte in diesem Zusammenhang betonen, dass wir den Turnaround, anders als im Sanierungsgutachten vorgesehen, komplett aus eigener Kraft stemmen konnten. Insbesondere die┬áRadikalsanierung FoodTec┬áhat das Eigenkapital stark angegriffen. Daher haben wir vor wenigen Minuten eine entsprechende Pflicht-Meldung ├╝ber die entsprechenden Medienb├╝ndel verbreitet. Da ohnehin die Hauptversammlung f├╝r Ende Oktober geplant war, nehmen wir den gleichen Termin auf und verbinden die ordentliche Hauptversammlung mit der Hauptversammlung
nach ┬ž 92 AktG.”

Sonstiges 
Die Bundesanstalt f├╝r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert die Alexanderwerk AG aktuell extrem stringent. Grund sind weiterhin die ausstehenden Testate f├╝r die Jahres- und Halbjahresabschl├╝sse 2008 und 2009, die der Abschlusspr├╝fer wiederum mit der langfristigen Durchfinanzierung verkn├╝pft. Derzeit wird hier mit Hochdruck versucht, eine f├╝r alle Beteiligten vertretbare L├Âsung zu finden.

Die Suche nach weiteren Joint Venture Partnern geht gut voran. Auch gegenseitige Beteiligungen und Abgabe der Anteile sind interessant, wenn damit Fortschritte f├╝r das Unternehmen erreicht werden.

Der Konzern teilt ferner mit, dass aktuell Gespr├Ąche gef├╝hrt werden, um 2011 eine Soda GmbH zu gr├╝nden, die das fr├╝her sehr interessante Absatzfeld der Soda-Verarbeitung professioneller gestaltet.

Mit einem Beratungsunternehmen wurde soeben ein Vertrag f├╝r ein sechsmonatiges Programm zur Verbesserung der Abl├Ąufe, Reduzierung der Kosten f├╝r die Beschaffung, Optimierung von Produkten und Wertanalyse der Produkte unterzeichnet.

Ein Factoring ├╝ber die AlexanderSolia Vertriebs GmbH soll den Kapitalbedarf weiter entlasten. Des Weiteren werden die Markteintrittsoptionen in das Consumer-Gesch├Ąft gepr├╝ft (eine “Wurzel” der Alexanderwerk AG).

Vorstand der Alexanderwerk AG
J├╝rgen Kullmann