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Mehr Kapital muss her

Mehr Kapital muss her


Alexanderwerk - Remscheider Maschinenbauer will neue Aktien ausgeben, um an frisches Geld zu kommen


Wie geht es weiter bei der Alexanderwerk AG, dem Remscheider Hersteller von Maschinen für die chemische und pharmazeutische Industrie sowie von Nahrungsmittelmaschinen? Das in seinem Bereich als hochkompetent geltende Unternehmen braucht "frisches Geld", kann derzeit aber nicht auf eine "Hausbank" zurückgreifen.

Entlastung soll eine Kapitalerhöhung bringen - bis zu 2,34 Millionen Euro sollen durch Ausgabe von neuen Stückaktien hereinkommen. Die Aktionäre des traditionsreichen Industriebetriebs mit heute noch etwas über 100 Beschäftigten kamen gestern zur Hauptversammlung im Hotel Remscheider Hof zusammen.

"Die Kapitalerhöhung sollte nicht scheitern", sagte Alexanderwerk-Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Bernd Daum auf eine Aktionärsfrage nach dem Stand der Dinge. Es werde derzeit mit großen Aktionären von Alexanderwerk und Noch-Nicht-Aktionären verhandelt. "Wir hoffen, dass es uns gelingt", betonte Daum. Das zusätzliche Kapital durch die neuen Aktien werde dringend benötigt.

Im Jahr 2006 entstand bei 14,31 Millionen Euro Umsatz ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 919.000 Euro. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet Alleinvorstand Juergen Goeller mit einem Umsatz von 14,50 Millionen Euro und einem mindestens ausgeglichenem operativen Ergebnis. Erhebliche zusätzliche Summen erwartet Goeller durch die 100-prozentige Tochter AlexanderSolia, die die Nahrungsmittelmaschinen vertreibt. Für das schon recht nahe Jahr 2008 sieht Goeller einen "guten Bestand" an Aufträgen. Ein neuer Vertriebsprofi, der erwartet wird, soll den Verkauf der Maschinen für Chemie und Pharmazie vorantreiben. Starke Impulse erwartet Alexanderwerk durch einen US-Großkunden, dessen Aufträge 2008 wirksam werden.

Starker Euro wirkt sich aus


Das USA-Geschäft von Alexanderwerk hat bisher durch den, in Relation zum Dollar, deutlich erstarkten Euro gelitten. In Remscheid fallen die Kosten in Euro an, mit dem verfallenden Dollar müssten die US-Kunden immer mehr Dollars für den Gegenwert eines Euro aufbieten. Generell will Alexanderwerk seinen weltweiten Vertrieb verbessern. Vorallem die großen Schwellenregionen wie China, Russland, Indien und Südamerika könnten deutlich mehr zum Geschäft beisteuern.

Goeller wies darauf hin, dass gerade Indien sich anschicke, den noch von den USA und Europa dominierten Arzneimittelsektor zu erobern.

Alexanderwerk-Maschinen werden unter anderem gebraucht, um die Arznei-Wirkstoffe und Trägersubstanzen so zu bearbeiten, dass sie sich, obwohl Pulver, wie Flüssigkeiten verteilen lassen.