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Verkauf ist genehmigt


ALEXANDERWERK Aktionäre stimmten gestern der Übergabe der eigenen Immobilie an Investoren für fünf Millionen Euro zu.


Von Gerhard Schattat

„Da wurde unsere Perle verkauft“, protestierte Alexanderwerk-Aktionär Klaus Heinrichs auf der gestrigen Aktionärstagung im Remscheider Schützenhaus.

Für fünf Millionen Euro hatten Vorstand und Aufsichtsrat der Alexanderwerk AG bereits den kompletten industriell genutzten Immobilienbesitz an die Gesellschaft „Neukirchen-Vluyn“ übertragen. Das beinhaltet alle Hallen und Bürotrakte auf dem ausgedehnten Gelände an der Kippdorfstraße – inklusive der zugehörigen Grundstücke. Die Aktionäre als Eigentümer der Alexanderwerk AG sollten dies nun genehmigen – und taten das auch mit sehr großer Mehrheit.

Wäre sie mehrheitlich dagegen gewesen, wäre der Verkauf rückabgewickelt worden. „Dann haben wir aber ein Problem“, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Bernd Daum zuvor betont. Mit dem Kaufpreis sollen die Kreditverbindlichkeiten zurückgefahren werden – auch brauche das Alexanderwerk frische Mittel, um in seinem Kerngeschäft, der Entwicklung und Fertigung von Industriemaschinen und Anlagen für die Nahrungsmittelverarbeitung voranzukommen. Das ist auch wohl dringend erforderlich: Nach vorläufigen Zahlen hat Alexanderwerk im Jahr 2006 einen Fehlbetrag von rund 519 000 Euro erwirtschaftet. Im laufenden Jahr will Alleinvorstand Jürgen Göller das umkehren; mehr umsetzen und letztlich einen Überschuss von 560 000 Euro in die Kasse fahren.

Banken führen Werk an kurzer Leine


Dazu sollen auch reduzierte Personalaufwendungen beitragen. Durch den Immobilien-Verkauf habe man mehr Bewegungsspielraum. Bisher hatten die Banken Alexanderwerk an der kurzen Leine geführt, ließen Aufsichtsrat und Vorstand durchblicken.

In der Vergangenheit hatte es Hinweise gegeben, dass Gutachten den gesamten Immobilienwert auf acht bis zehn Millionen Euro geschätzt hätten. Auch in der Belegschaft gab es kritische Stimmen gegen „den Verkauf des Tafelsilbers“. Franz-Bernd Daum unterstrich allerdings, dass Vorstand und Aufsichtsrat etliche Gespräche geführt haben. Mehr sei bei der derzeitigen Lage im strukturschwachen Raum Remscheid nicht zu erlösen gewesen.

Es gebe im Übrigen keine persönlichen Beziehungen zwischen Käufern und Aufsichtsrat/Vorstand oder bei Alexanderwerk engagierten Banken.



Remscheid kompakt


Alexanderwerk: Immobilien verkauft


Remscheid. Die Aktionäre der Remscheider Alexanderwerk AG haben gestern dem Verkauf aller Produktionshallen und Bürogebäude sowie der dazugehörigen Grundstücke an eine Immobiliengesellschaft „Neukirchen-Vluyn“ zugestimmt. Ein Aktionär hatte zuvor massiv dagegen protestiert: Was bleibe dann noch als Faustpfand? Er konnte sich aber nicht durchsetzen.