

Alexanderwerk will wachsen
Aber nur in der Technologie. Ungenutzte Firmenflächen hingegen möchte der Maschinenhersteller gerne verkaufen
von Thomas K. Slotwinski
Remscheid. Gute Stimmung am Kremenholl: Nach drei Jahren blicken Aufsichtsrat und Management des Alexandewerks optimistisch nach vorne. Die Marktstellung ist deutlich stabilisiert, bei den technischen Innovationen liegen die Remscheider international ganz vorne.
Wie sehr die Spezialmaschinen aus dem Alexanderwerk gefragt sind, das wurde jetzt auf der „Achema 2006“ mehr als deutlich. Die alle drei Jahre stattfindende, weltweit führende Fachmesse für die Chemie- und Pharmabranche bescherte dem Alexanderwerk „hervorragende Kontakte und sehr konkrete Anfragen“, berichtete Vorstand Axel Eversberg gestern hoch erfreut. Aufsichtsratschef Franz-Bernd Daum legte noch eins drauf: „Die Messe war für uns so positiv, dass wir uns fragen müssen, ob wir alles schaffen können.“
Dass die Aufgaben geschafft werden, steht für das Management außer Frage. Deshalb werden für den Entwicklungsbereich zwei weitere Ingenieure eingestellt. Soll doch die Position der Technologieführerschaft für Pharmazie und Chemie gefestigt und weiter ausgebaut werden.
Denn dass der vor drei Jahren beinahe insolvente Betrieb wieder auf den Beinen steht, liegt an den technologischen Innovationen. Entsprechend soll dieser Bereich weiter ausgebaut werden. „Dafür brauchen wir aber Geld“, sagt der Aufsichtsratschef Daum deutlich. Das soll durch die Veräußerung von nicht mehr benötigten Werksflächen in die Kassen fließen. Fast 90.000 Quadratmeter hat das Alexanderwerk im Angebot. Nicht alles muss für Gewerbeansiedlungen genutzt werden. Auch Wohnungen sind denkbar.
Aktuell würde das Alexanderwerk gerne 8.000 Quadratmeter direkt neben einem neuen Supermarkt verkaufen, der ebenfalls auf ehemaligem Firmengelände liegt. Dass sich weitere Lebensmitteldiscounter dort gerne ansiedeln würden, daraus machen Daum und Eversberg keinen Hehl. Momentan spiele aber die Stadt nicht mit.
Erfolge im Alexanderwerk
Geschäftserfolg durch Innovation: Mit diesem Motto will das Alexanderwerk die führende Position als Hersteller von hochwertigen Maschinen für die Pharmazie- und Chemiebranche ausbauen und sichern. Mit ihrem aktuellen Produkt, dem Pulverdichter „PowerPactor 150“, sind die Remscheider auf der internationalen Fachmesse Achema auf großes Interesse gestoßen.