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Alexanderwerk geht mit Solia


Bei Nahrungsmittelmaschinen setzt das Alexanderwerk auf gemeinsamen Vertrieb mit der Konkurrenz von Solia


Von Gerhard Schattat

Remscheid/Frankfurt. Zum heißen Börsenwert hat sich in den letzten Wochen die Aktie der Remscheider Alexanderwerk AG entwickelt. Der Maschinenbauer Alexanderwerk stellt Geräte für die Chemische und Pharmazeutische Industrie sowie Nahrungsmittelmaschinen her. Außerdem verfügt das Unternehmen an der Remscheider Kippdorfstraße über erhebliche Gewerbeflächen.

Nachdem das Magazin Focus Money vom 31. August eine Liste von "gnadenlos günstigen Aktien", die aber "völlig unbekannt" seien, veröffentlichte, ging es mit dem Anteilsschein steil nach oben. Das Aktienbewertungshaus CDC hatte dem Wert aus Remscheid immerhin 140 Prozent Potential zugetraut. Vom Ausgangspunkt 29 Euro seien 75 Euro als Kursziel zu erreichen. Der Kurs machte sich schon im Vorfeld der Veröffentlichung bereits nach oben. Am 3.Oktober schloss die Aktie bei 58,90 Euro. Gestern ging es erstmal kräftig auf etwa 55 Euro zurück, schloss dann bei 58,80 Euro. Die Alexanderwerkaktie sei etwa für "Hartgesottene", hatte es im Focus-Money-Bericht geheißen.

Im Bergischen weiß man das: Im August letzten Jahres war der Kurs abgestürzt, nachdem das Traditionsunternehmen erheblichen Verlust bekanntgeben musste. Vorstand Rudi Küfner, der vom Immobiliengeschäft kam, wurde gegen Sanierer Axel Eversberg ausgetauscht. Der Auftragsbestand erhöhte sich deutlich, das Jahr 2005 soll mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werden.

Jetzt gab Alexanderwerk den nächsten Schritt auf der Sanierungsleiter bekannt: Man hat sich im Vertrieb von Nahrungsmittelmaschinen mit dem Konkurrenten Solia Palmer aus Freiberg bei Stuttgart zusammengetan. Zusammen wurde die Vertriebsgesellschaft "AlexanderSolia" gegründet. Firmensitz ist Frankfurt.

Das Vertriebsteam, bisher von Alexanderwerk, sitzt aber in Remscheid und kann nun unter Leitung von Dirk Gassen ein weit breiteres Angebot liefern. So gehören jetzt auch die Dampfgarer zum Angebot. Die Schwerpunkte liegen bei Maschinen zur Zerkleinerung und in der Vorbereitungs- und Waschtechnik.

"Bei der Konzeption der Alexander Solia Vertriebs-GmbH sollten von Anfang an beide Marken gleichwertig und unverändert nebeneinander stehen" betont Axel Eversberg, Vorstand der Alexanderwerk AG. "Auf den Maschinen wird weiterhin das Emblem von Alexanderwerk oder von Solia stehen, genauso wie sie entweder von der Alexanderwerk AG oder der Solia Palmer GmbH hergestellt werden".

Das Feld ist weit: Kleinere Maschinen werden in der Gastronomie eingesetzt. Große bis hin zu kompletten Systemen für die industrielle Nahrungsmittelverarbeitung kommen in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Dazwischen finden sich Anwendungen für Catering, Kantinen oder Großküchen.