

Aktionäre stimmen für Verkauf
Von Jörn Lotze
Der angeschlagene Spezialmaschinenhersteller Alexanderwerk verkauft seinen kompletten Grundbesitz für fünf Millionen Euro an einen Immobilien-Entwickler und Finanzinvestoren. Die Aktionäre stimmten auf einer Außerordentlichen Hauptversammlung mit rund 97 Prozent der Stimmen einem entsprechenden Vorschlag des Vorstandes zu. Die Weiterentwicklung und Verwaltung des Geländes wird die Baucon Immobilien Management GmbH übernehmen.
Die Alexander-Werke werden die von ihnen genutzten Hallen und Büroflächen vom neuen Eigner zurückmieten. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Zuletzt nutzte der Spezialmaschinenhersteller nur noch rund ein Neuntel seines Geländes. Ein konkretes Konzept, was aus dem übrigen Gelände wird, gebe es noch nicht, sagt Baucon-Chef Frank Stommel. „Wir werden jetzt erst einmal den Kontakt mit der Stadt suchen.“ Das Gelände werde aber in jedem Fall weiter gewerblich genutzt werden, so Stommel.
Mit den Erlösen durch den Verkauf will das Remscheider Traditionsunternehmen seine Bankschulden in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro begleichen und so liquide Mittel für das operative Geschäft freisetzen. Neben dem Wegfallen der Zinskosten würde Alexanderwerk auch die Kosten für die Verwaltung des Geländes einsparen.
Derweil hat das Unternehmen auf seinem Gesundungskurs im vergangenen Jahr einen Rückschlag einstecken müssen. Nach vorläufigen Zahlen sank der Umsatz um 12,1 Prozent auf 14,3 Millionen Euro. Nach einem Gewinn von einer Million Euro stand im abgelaufenen Jahr zudem ein Fehlbetrag von rund einer halben Million Euro zu Buche. Hauptgrund sei die Vermarktung der eigenen Nahrungsmittelmaschinen in einer gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit dem Konkurrenten Solia Palmer GmbH. Die Kooperation besteht seit Ende 2005. Statt der eigenen Produkte seien oft Solia-Palmer-Produkte verkauft worden. Dennoch sei die Auslagerung richtig, versicherte Alexanderwerk-Chef Jürgen Göller, da er langfristig eine bessere Vermarktung der eigenen Produkte ermögliche.