

Weg mit den Schulden
Alexanderwerk Hallen und Grundstücke werden für fünf Millionen Euro verkauft. Vorstand Axel Eversberg geht.
Von Gerhard Schattat
Remscheid. „Das ist für das Alexanderwerk vorteilhaft“, betont Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Bernd Daum gegenüber dem RGA. Vorstand und Aufsichtsrat der Alexanderwerk AG wollen den gesamten industriell genutzten Immobilienbesitz des börsennotierten Unternehmens verkaufen und die aktuell genutzten Büro-, Produktions- und Lagerflächen danach vom Käufer zurückmieten.
Fünf Millionen Euro will eine Gruppe „professioneller Immobilienentwickler“ dafür als Kaufpreis zahlen. Der Verkaufserlös soll direkt zur Schuldentilgung verwandt werden. Der übrige nicht industriell genutzte Grundstücksbesitz soll für den Wohnbau entwickelt werden.
Unter Strich erwarten Aufsichtsrat und Vorstand aus dem Geschäft eine Ergebnisverbesserung von 150 000 Euro pro Jahr. Mir dieser Entschuldung, so betont Daum, entstehe erstmals seit mehreren Jahren wieder ein Handlungsrahmen, um erfolgreich die Neuausrichtung der Alexanderwerk AG voranzutreiben. Der Spielraum des Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Anlagen für die chemische und pharmazeutische Industrie war zuletzt durch den engen Kreditrahmen der Banken sehr begrenzt. Axel Eversberg, der seit Mai 2004 die AG als Sanierer geführt hat, verlässt Alexanderwerk zum Monatsende. Mitvorstand Jürgen Göller übernimmt die Führung ab März als alleiniger Vorstand.