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Alexanderwerk erobert neuen Geschäftsbereich


von Alexandra Kemp

Remscheid. Der Blick in den Proben-Schrank ist beeindruckend. Flasche an Flasche reiht sich in den Regalen, jede ist mit einem anderen Stoff gefüllt – Chemikalien, biologische Grundstoffe, Tabletten. Hunderte von Produkten, die mit den Maschinen der Remscheider Alexanderwerk AG entweder rieselfähig gemacht (granuliert) oder gepresst (kompaktiert) werden.

Diese Maschinen, die in der chemischen und pharmazeutischen Industrie Anwendung finden, machen am Umsatz des Unternehmens mit 78,8 Prozent den größten Anteil aus. Der traditionelle Geschäftsbereich der Maschinen für die Nahrungsmittelverarbeitung trägt zum Gesamtumsatz nur noch mit 21,2 Prozent bei. Zahlen, die Vorstand Axel Eversberg jetzt bei der Hauptversammlung in Remscheid nannte. Für das laufende Jahr will der Konzern einen Umsatz von 21 Millionen Euro erzielen. Das Ergebnis werde bei 584.000 Euro liegen, kündigte Eversberg an.

Damit korrigierte er seine Erwartungen nach unten. Insbesondere im Maschinenbau für die chemische und pharmazeutische Industrie seien von Januar bis August dieses Jahres deutlich weniger Aufträge eingegangen als im Vorjahr. Vor allem im US-Geschäft hätten sich die Umsatzerwartungen nicht erfüllt. Aufgrund der ungünstigen Wechselkurse habe man zwei Projekte an die inländische Konkurrenz verloren. Hoffnung geben jedoch Verhandlungen mit dem Pharma-Konzern Merck: Für die nächsten drei Jahre soll ein „Single-Source-Status“ vereinbart werden – dann wäre das Alexanderwerk drei Jahre lang der alleinige Lieferant für Kompaktiermaschinen. Daran knüpft sich ein Auftragsvolumen von bis zu drei Millionen Dollar.

Hohe Erwartungen setzt das Alexanderwerk auch in sein „Forschungsprojekt Silage“, ein völlig neuer Geschäftsbereich. In Zusammenarbeit mit einer deutschen Universität sollen Maschinen zur Verarbeitung von Bio-Rohstoffen entwickelt werden. Für das kommende Jahr rechnet man mit der Herstellung der Pilotanlage, für das Jahr 2008 ist ein Umsatz von 1,3 Millionen Euro geplant.

Der komplette Geschäftsbericht kann auch aus dem Internet heruntergeladen werden.
www.alexanderwerk.de