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Presse

Erfolg mit „PowerPactor“


Große Nachfrage verzeichnet das Alexanderwerk für eine neue Maschine. Erste Aufträge sind gebucht. Jetzt soll eine völlig neue Produktlinie aufgebaut werden.


von Alexandra Kemp

„PowerPactor 500“ hat seine geistigen Väter nicht enttäuscht. Das jüngste Kind des Alexanderwerks, eine Kompaktier- und Granuliermaschine für die chemische Industrie, hat seine erste Präsentation auf der Frankfurter Fachmesse Achema erfolgreich hinter sich gebracht. PowerPactor überzeugte mit seiner im Vergleich zum Vorgänger-Modell deutlich gesteigerten Leistung. Sogar von der BASF gab es einen Auftrag. „Das ist seit Jahren nicht mehr vorgekommen“, berichtete Vorstand Axel Eversberg jetzt erfreut bei einem Pressegespräch.

Die deutsche Chemie-Industrie habe sich mit Aufträgen bislang eher zurückgehalten, erläuterte er. Zu schlecht war die Konjunktur, in der Branche gab es Konzentrationsprozesse, investiert wurde eher wenig. So ist die Messe nicht zuletzt auch ein Gradmesser für die Stimmung in der Wirtschaft. Geht es nach den vielen Gesprächen und Bestellungen, scheint sich diese deutlich verbessert zu haben. Ein Schub, der auch die Laune beim Alexanderwerk hebt: „Wir sind wieder da“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Bernd Daum. Das sei erfreulich, stand doch das Unternehmen 2004 fast vor der Insolvenz.

Technologisch an der Spitze


Heute sind die Botschaften deutlich positiver: „Wir bewegen und technologisch an der Weltspitze“, sagt Eversberg. International gebe es nur zwei bis drei ernst zu nehmende Mitbewerber. Diese schauen sich sehr genau an, mit welchen Innovationen die Remscheider von sich reden machen. Das hat der Vorstand auf der Fachmesse beobachtet.

In Zukunft wird das wohl auch so bleiben, denn das Alexanderwerk will ein neues Geschäftsfeld erobern. Stellte es bislang ausschließlich Maschinen für die chemische und pharmazeutische Industrie (das wichtigere Standbein) sowie die Nahrungsmittel-Verarbeitung her, sollen nun auch Anlagen zur Verarbeitung von Biomasse entwickelt werden. Sie trennen Flüssig- von Feststoffen. So können beispielsweise Pflanzenöle gewonnen werden, die zur Energiegewinnung dienen. Ein Markt, der Zukunft hat. Ziel der Entwicklungsingenieure ist es, dass ihre Maschinen eine möglichst große Ausbeute liefern. „Unsere Produkte wären damit konkurrenzlos“, erläuterte Eversberg. Noch in diesem Jahr soll die Pilotanlage gebaut werden. Sie wird gemeinsam mit Wissenschaftlern einer deutschen Universität geplant. Darüber hinaus will das Alexanderwerk im Forschungsbereich zwei Ingenieure einstellen und weitere Forschungsarbeiten an amerikanischen Universitäten vergeben.

Info: Langsam im Plus


Die Alexanderwerk AG hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 16,3 Millionen Euro (vorläufige Zahlen).
Im Januar wurde die Vertriebsgesellschaft AlexanderSolia gegründet, mit der der Verkauf der Nahrungsmittel verarbeitenden Maschinen forciert werden soll.